Ingolstadt
Museum

Museum für Konkrete Kunst

Tränktorstraße 6–8, 85049 Ingolstadt

Im Jahr 1981 erwarb die Stadt Ingolstadt die Sammlung von Eugen Gomringer. Gomringer gilt als »Vater der Konkreten Poesie«, der über viele Jahrzehnte mit den wichtigsten Konkreten Künstlern freundschaftlich verbunden war. Der Ingolstädter Siebdrucker Herbert Geier vermittelte bei diesem Ankauf maßgeblich, da auch er für viele der bekannten Künstler arbeitete.

 

Ausgehend von diesem Kernbestand vergrößerte sich die Sammlung stetig. Der erste Museumsdirektor Peter Volkwein konnte wichtige Schenkungen und Ankäufe tätigen und dadurch der Sammlung über die Jahre hinweg wachsende Bedeutung geben. Sein Nachfolger Dr. Tobias Hoffmann erweiterte schließlich den Bestand um Design.

 

Von Anfang an waren Dauerleihgaben ein wichtiger Bestandteil. Seit einigen Jahren besteht beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit dem Münchner Sammlerehepaar Maximilian und Agathe Weishaupt, die auch gezielt für das zukünftige Museum Werke ankaufen. Eine große Sammlungspräsentation fand im Sommer 2015 im Museum für Konkrete Kunst statt.

 

In den letzten Jahren öffnete sich das Haus verstärkt für junge KünstlerInnen und beschränkte sich nicht länger auf die Gattungen Malerei und Plastik. Neue Medien, wie Film und Video, gehören mittlerweile ebenso zur Sammlung wie Installationen. Die Ausstellung »Einfach dreifach: Reto Boller, Martin Pfeifle und Eran Schaerf« (Herbst 2013) zeigte exemplarisch, wie die »Idee Konkret« in der zeitgenössischen Kunst ihre Fortsetzung findet. In regelmäßigen Abständen werden junge KünstlerInnen eingeladen, sich mit der Sammlung und der Kunstrichtung Konkrete Kunst auseinanderzusetzen (z.B. Stephanie Senge, Lars Breuer, Christoph Niemann).

Veranstaltungen und Ausstellungen

06.04.25 - Auf unbestimmte Zeit

In Preparation. Die Ausstellung

Im zweiten Obergeschoss richtet die Ausstellung den Fokus auf grundsätzliche Aufgaben der Restaurierungswissenschaften – eine Disziplin, deren Arbeit der breiten Öffentlichkeit zumeist verborgen bleibt. Am konkreten Beispiel der Bestände von Museum (MKK) und Stiftung für Konkrete Kunst und Design (SKKD) versucht die Schau zu verdeutlichen, wie komplex die Aufgaben von Restaurator:innen sind und welche Vorarbeiten für die geplante Präsentation der Sammlungen in den neuen Räumen des Museums notwendig sind.

 

An zahlreichen Stationen haben die Besuchenden dabei die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und durch praktische Anwendungen mehr über Methoden, Arbeitsprozesse sowie ethische Grundsätze dieser Disziplin in Erfahrung zu bringen.

26.04.26 - Auf unbestimmte Zeit

Becoming MKKD. Vom Planen und Entstehen eines Museums

Der Umbau der sogenannten Gießereihalle zur neuen Heimstätte des Museums für Konkrete Kunst und Design (MKKD) nach Plänen des Wiener Architekturbüros querkraft steht kurz vor seinem Abschluss. Planung und Einrichtung eines Museums beinhalten aber entschieden mehr als die reine Architektur eines Gebäudes.

 

Mit der Ausstellung Becoming MKKD. Vom Planen und Entstehen eines Museums bekommen Sie ganz konkrete Einblicke in die Konzeption vieler dieser Elemente des neuen Museums – von der Gestaltung der neuen Corporate Identity bis hin zur genauen Dimensionierung und Abfolge der einzelnen Ausstellungsräume.

 

In kurzen Filmen lernen Sie dabei auch einige Mitarbeiter:innen des Museums und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design (SKKD) sowie weitere an den Planungen Beteiligte kennen. Sie geben Ihnen Einblicke in ihre Überlegungen und Ideen zu ganz unterschiedlichen Aspekten des neuen Museums.   

12.09.26 - Auf unbestimmte Zeit

Valentin Kinkeldei. Farbe im Quadrat!

An der großen Wand im ersten Obergeschoss des Museums präsentiert das Museum für Konkrete Kunst eine Auswahl aus dem Schaffen des jungen Künstlers Valentin Kinkeldei.

 

Seine erste Begegnung mit Konkreter Kunst hatte Valentin 2012 als Vierjähriger in der Ausstellung Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum – genau an diesem Ort. Die Begeisterung für die klaren Formen und intensiven Farben war so groß, dass er schon kurz darauf begann, selbst in diesem Stil zu malen.

 

14 Jahre später wird an gleicher Stelle eine Auswahl aus dem Schaffen des jungen Künstlers mit Downsyndrom präsentiert. Wie fast alle seiner inzwischen über 1000 Arbeiten haben auch die hier gezeigten Werke die quadratischen Abmessungen von 25 auf 25 cm. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch ihre reduzierte Formensprache und starke Farbigkeit aus. Dabei steht jedes Werk nicht nur für sich selbst. Ähnlich wie bei einem Kaleidoskop ergeben ihre geometrischen Einzelformen im Zusammenspiel übergreifende Muster, die sich je nach Anordnung ändern.     
Valentin Kinkeldeis farbintensive Arbeiten vermitteln nicht nur eine starke Lebensfreude. Sie sind auch ein gutes Beispiel dafür, wie bereichernd Kunst für unser aller Leben sein kann. Mit großer Akribie und Konsequenz malt Valentin fast jeden Tag, ohne sich in seiner Motivik zu wiederholen. 

Standort
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Tränktorstraße 6–8, 85049 Ingolstadt
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstaggeschlossen
Freitaggeschlossen
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
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