Dortmund
Museum

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Hansastraße 3, 44137 Dortmund

Das älteste Museum seiner Art im Ruhrgebiet präsentiert sich in einem historischen Gebäude als gelungene Kombination aus Kunst- und Geschichtsmuseum. Von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert – das Museum beherbergt bedeutende Sammlungen zu Malerei und Plastik bis 1900, Möbel, Kunstgewerbe und Design bis zur Gegenwart, Grafik, Fotografie, Textilien, Stadtgeschichte, Archäologie und Vermessungsgeschichte. Kulturgeschichte im Zeitraffer: von der Antike bis zum modernen Design.

 

 

Architekturgeschichte

 

Geschichte erweitert das Bewusstsein, und hier ist sie erlebbar. Auch das Museum selbst ist Geschichte – Architekturgeschichte: Nach einem Entwurf von Hugo Steinbach 1924 als Städtische Sparkasse erbaut, wurde der attraktive Art-Déco-Bau in den Jahren 1978 bis 1983 durch die Architekten Werner Lehmann und Partner zum Museum umgebaut und in den Jahren 1997 bis 1999 vom Architektenbüro Würth und Winderoll neu strukturiert. Das imposante Gebäude im Zentrum der City, direkt am Hauptbahnhof, hat das Museum stilvoll aufgenommen. Seit 1883 wird gesammelt – Kostbares, Seltenes, Typisches, Alltägliches. Eine wunderbare Möglichkeit, mit wenigen Schritten Jahrhunderte zu durchschreiten.

Veranstaltungen und Ausstellungen

05.07.26 - Auf unbestimmte Zeit

KONSUM - Alltagsdinge zwischen Nutzen, Sehnsucht und Überfluss

Mit rund 500 Exponaten aus acht Jahrhunderten begibt sich die Ausstellung auf eine vielschichtige Spurensuche. Zu sehen sind beeindruckende und kuriose, erstaunliche und wunderschöne, bekannte und fast vergessene Objekte aus der Museumssammlung: vom schmucklosen Tonkrug bis zum stylischen 70er-Jahre Aschenbecher, von Uromas Küchenherd bis zum zeitlosen Zippo, vom schwarzen Bakelit-Telefon bis zum futuristischen Fernseher. Leitobjekt ist der Schrank. Schränke aus den verschiedenen Epochen und ihr sich verändernder Inhalt werden zum Sinnbild für wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandel.

 

 

Zwischen Bedarf und Begehren

 

Die Ausstellung thematisiert die Entwicklungen, die dazu geführt haben, dass wir heute über eine solche Fülle von Dingen verfügen, und hinterfragt, warum wir so abhängig von ihnen sind. War der Begriff Konsum in vorindustrieller Zeit noch negativ besetzt, so entstand im 17./18. Jahrhundert bereits eine dynamische Konsumkultur angefacht von technischem Fortschritt und der Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen im Kolonialismus. Ein Quantensprung war die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und der Beginn der Massenproduktion. Die Produktpalette wuchs, Waren- und Kaufhäuser entstanden. Nach 1945 begann die Zeit des Wirtschaftsaufschwungs mit Rationalisierungen in der Produktion, technischen und strukturellen Neuerungen in der Landwirtschaft und Selbstbedienung im Handel. Elektronische Konsumgüter wurden erschwinglich, globale Massenprodukte eroberten den Markt. Seit dem 20. Jahrhundert sind Auswahl, Erwerb und Verbrauch von Dingen zu einem zentralen Bestandteil unseres Lebens geworden. Konsum prägt unseren Alltag ebenso wie unser Selbstbild. Mit materieller Kultur zeigen wir, wer wir sind und wer wir sein wollen. Identität, Politik und Wirtschaft werden zunehmend von dem definiert, was und wie wir konsumieren.

 

 

Ich besitze, also bin ich?

 

Die KONSUM-Ausstellung greift übergeordnete Themen auf wie Identität und Konsum, geschlechterspezifischen Konsum, Teilhabe und Nachhaltigkeit. Medien und Hands-on-Stationen vertiefen Fragestellungen nach den Schattenseiten des Konsums, Ausbeutung von Menschen und Ressourcen, Abfallproblematik oder Umweltschutz.

11.09.26 - 28.02.27

Die Sprache der Dinge

Partizipative Ausstellung

 

Jeder Gegenstand erzählt eine Geschichte. Mancher erinnert uns an einen Menschen, einen Ort oder einen besonderen Moment. Ein anderer steht für Verlust, Einschränkungen oder den Zwang, sich anzupassen. Dinge können Trost spenden, Sehnsucht wecken oder von einschneidenden Veränderungen erzählen.

 

Die Ausstellung »Die Sprache der Dinge. Geschichten von Erinnerung, Alltag und Sehnsucht« lädt dazu ein, Alltagsgegenstände zu betrachten, die mit unterschiedlichen Emotionen besetzt sind. Halima Aziz, Joshua Hoven, Barbara Müller, Emilse Muñoz Rodríguez, Alla Sokolova, Clara Sorzano Hernández, Alisan Tekin und Saray Villa Acosta haben die Gegenstände für die Ausstellung zur Verfügung gestellt und die Geschichten erzählt, die mit ihnen verbunden sind.

 

Sie handeln von Herkunft, kulturellem Erbe, Ankommen und Leben in der Fremde, Familie, Arbeit, Emanzipation, Identität, Widerstandskraft und Zugehörigkeit.

 

Ein für diesen Anlass zusammengestelltes Kuratorium hat die Ausstellung entwickelt: Magdalena Mijač, Rabia Özay, Dr. Sigrid Yanara Palacios Castillo, Nikolai Provotorov und Miriam Wolter – Menschen mit vielfältigen Lebensrealitäten und Perspektiven.

 

»Die Sprache der Dinge« ist eine Begleitausstellung zur Ausstellung KONSUM.

Standort
Standort
Hansastraße 3, 44137 Dortmund
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch11:00–20:00
Donnerstag11:00–20:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
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