Trotz vieler Reiseangebote und mannigfaltiger wunderbarer Reiseberichte aus und über Japan ist der europäische Blick auf das ferne Land im Osten und das allgemeine Bild von Japan nach wie vor geprägt von romantischen Klischees und historisch überlieferten Vorstellungen. Diese leben von Geschichten über die Samurai und Geishas, vielfach verfilmt und aufgeladen mit entrückten Idealen von Tradition, Ehre, Treue und Enthaltsamkeit sowie den Vorstellungen vom Zen-Buddhismus. Echte Kenntnisse über die Kultur und Kunst des fernöstlichen Landes und wahre Begegnungen sowohl mit dieser Kultur als auch mit den Menschen sind immer noch rar. Umso wichtiger sind Ausstellungen, die die Komplexität der japanischen zeitgenössischen Kunst widerspiegeln und den immer noch weißen Fleck ein wenig färben. Die von dem international agierenden Kurator Christoph Dahlhausen zusammengestellte Ausstellung Japan meets Europe präsentiert 13 japanische Künstlerpositionen, die größtenteils noch in Japan leben, und stellt ihnen 8 europäische Positionen in dialogischer Weise gegenüber.
Japan meets Europe fördert eine Begegnung japanischer und europäischer künstlerischer Ansätze.
Kuratiert von Christoph Dahlhausen