Ein Museum des 21. Jahrhunderts als ein lebendiges Forum für kulturelle Erfahrungen, als ein Ort der Inspiration, der Bildung, des Austauschs und der Diskussion. So versteht sich das Neue Museum als Stätte der Begegnung, das seinen Besuchern stetig neue Wahrnehmungserlebnisse eröffnet.
Weithin einmalig werden hier freie und angewandte Kunst in Nachbarschaft präsentiert und geben in ausgewählten Schlaglichtern Aufschluss über wichtige Stationen der Entwicklung der internationalen Kunst- und Designgeschichte von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute. Für den Bereich Design besteht eine Kooperation mit Die Neue Sammlung – The Design Museum.
Das Neue Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktuelle Strömungen in Kunst und Design der Gegenwart aufzugreifen, Entwicklungen sichtbar zu machen und zukünftige Tendenzen auszuloten.
Für seine wechselnden Ausstellungen orientiert sich das Neue Museum an drei wichtigen Strängen: In monografischen Ausstellungen stellt es das Werk nationaler und internationaler Künstler vor, thematische Präsentationen greifen aktuelles künstlerisches Schaffen auf und auch die Sammeltätigkeit von Institutionen und Privatpersonen wird in Ausstellungen fokussiert. Immer wieder erfolgt auch ein Dialog zwischen Sammlung und Ausstellung.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Gerhard Richter – On Display
Die Werke von Gerhard Richter zählen zu den Highlights des NMN. Mit rund 30 Dauerleihgaben aus der Sammlung Böckmann verfügt das Haus in Nürnberg über eine der größten musealen Richter-Sammlungen.
Gerhard Richter gehört seit langem zu den bedeutendsten lebenden Künstlern der Gegenwart. Sein vielseitiges Œuvre, das von unscharfen Fotobildern bis zu abstrakten Gemälden reicht, umkreist immer die Frage, was wir zu sehen glauben.
Der Berliner Sammler Georg Böckmann trug mit Ingrid Böckmann eine herausragende Sammlung zusammen, die Werke aus sämtlichen Schaffensphasen enthält. In unserer Ausstellung bekommen Sie Einblicke in Richters Schaffen und lernen die Arbeitsweisen des Künstlers kennen.
Begleitend zur Ausstellung bieten wir einen Multimediaguide an, der Informationen, Hintergründe und Zusammenhänge zu den Werken aufzeigt. Mit Ihrem eigenen Smartphone können Sie in der Ausstellung oder daheim, die Inhalte über unsere Webseite abrufen.
design connects – Was kann Design
Vom Emoji bis zum Hochhaus, vom Stuhl bis zum Satelliten – es gibt heute kaum noch etwas, das nicht gestaltet ist. Doch was macht gutes Design aus? Und welchen Anforderungen muss es im Hinblick auf den ökologischen Wandel, auf gesellschaftliche Umbrüche oder technischen Fortschritt gerecht werden?
Die Ausstellung design connects beleuchtet das Potenzial von Design aus neun unterschiedlichen Perspektiven. Anhand von Überlegungen, Beispielen und Stimmen von Fachleuten wird gezeigt, was Design leisten kann und wie hierdurch unser gesamter Alltag geprägt wird.
bayern design ist das Designzentrum im Freistaat Bayern und hat die Aufgabe, Wissen über Design zu vermitteln und Netzwerke aufzubauen.
Eine Kooperation des Neuen Museums mit bayern design
GRAND HOTEL PARR – Fotobücher von Martin Parr
Checken Sie ein ins GRAND HOTEL PARR zu einem unvergesslichen Erlebnisaufenthalt!
Das Neue Museum zeigt in Kooperation mit The PhotoBookMuseum, Köln die erste große Fotobuch-Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr (1952–2025). Wie kein anderer weiß es Parr die Absurditäten unserer globalen Konsum- und Freizeitkultur einzufangen. Als leidenschaftlicher Sammler und Vermittler hat er aber auch seit der Jahrtausendwende das Fotobuch ins Bewusstsein der Gegenwartsfotografie gebracht.
In einer aufwendigen Inszenierung, angelehnt an das Erscheinungsbild einer Hotelanlage, lädt die Ausstellung GRAND HOTEL PARR ein, die über 200 Fotobücher des Künstlers zu erkunden. Der Parcours durch die unterschiedlichen Räume des Hotels, wie dem Billard Room, dem Dining Room oder der Fashion Boutique, greift verschiedene Themen aus Parrs Fotobüchern auf. Wir laden Sie zu einem Blickwechsel ein, der eine bizarre Welt zwischen Protz und Kitsch, Vier-Sterne-Luxus und »all inclusive« aufzeigt und über alle sozialen Schichten und nationalen Eigenheiten hinweg verbindende Momente findet.
Die Ausstellung wird kuratiert und ermöglicht durch The PhotoBookMuseum, Köln.
MARIANA CASTILLO DEBALL – Ella es la luna and she lights the darkness
Ausgehend von archäologischen Objekten, zeigt die Ausstellung faszinierende Kunstwerke, die sich mit der Mythologie der Azteken und der Kolonialgeschichte Mexikos auseinandersetzen.
Mariana Castillo Deball (*1975 in Mexiko-Stadt, lebt und arbeitet in Berlin und Mexiko-Stadt) arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Archäologie und Kulturgeschichte. Ihre Skulpturen, Malereien, Drucke und Installationen untersuchen die Rolle von Objekten für Identität und Geschichtsschreibung.
Im Zentrum der Ausstellung steht ihre Auseinandersetzung mit der Nuremberg Map of Tenochtitlan, der ersten europäischen Karte der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan. An ihr kann man die Geschichte der Kolonialisierung des heutigen Mexiko exemplarisch erklären. Für das NMN hat Castillo Deball einen Werkzyklus, der sich auf diese Karte bezieht, zu einer Textilinstallation weiterentwickelt, die den Großteil der Fassade des Museums einnehmen wird.
Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum, wo der erste historische Druck der Nuremberg Map of Tenochtitlan noch bis zum 22.03.2026 in der Ausstellung Nürnberg Global zu sehen ist.
Eröffnung: 5. Februar 2026, 19 Uhr

