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Berlin

Sophie Calle – Is It Better?

Sophie Calle zeigt ihre erste Einzelausstellung in Berlin seit über 20 Jahren im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Sechs Werkkomplexe der letzten drei Jahrzehnte aus Fotografie, Text, Installation und Video geben einen Einblick in die Medienvielfalt der französischen Konzeptkünstlerin. Calle befasst sich oft autobiografisch, düster aber zugleich humorvoll mit den Auswirkungen von Erinnerung, Verlust und Geschichte. Anlässlich des 30. Jubiläums des Museums entsteht ein neues Werk, das als Schenkung in die Sammlung des Hamburger Bahnhof eingeht.

 

Ausgangspunkt von Sophie Calles Einzelausstellung ist ein Werk der Serie „Die Entfernung“ aus der Sammlung des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Serie entstand in Berlin 1996, dem Gründungsjahr des Museums. Die zwölf Fotografien zeigen öffentliche Orte in Berlin, an denen Symbole der DDR nach der Wiedervereinigung entfernt wurden, verbunden mit Beschreibungen von Passant:innen. Erstmalig nach ihrem Entstehen für das Musée d‘Orsay in Paris wird außerdem die raumgreifende Installation »Les fantômes d’Orsay« (2022) ausgestellt. Zwischen 1978 und 1981 hielt sich Calle fast täglich in Zimmer 501 des verlassenen Hotels im ehemaligen Bahnhof Gare d’Orsay auf, der wie der Hamburger Bahnhof zum Kunstmuseum wurde. Die Installation vereint gefundene Objekte sowie Fotografien und Texte.

 

 

Die Künstlerin Sophie Calle

 

Sophie Calle (geboren 1953 in Paris) lebt und arbeitet in Malakoff, Frankreich. Sie arbeitet in den Medien Fotografie, Text, Performance und Video und beschäftigt sich mit Themen wie Voyeurismus, Überwachung, Liebe, Intimität, Gewalt und Tod. In den meisten ihrer konzeptionell angelegten Werkserien kombiniert sie Bild und Schrift. 2007 vertrat sie Frankreich auf der Biennale di Venezia. Internationale Museen zeigten ihre Werke, unter anderem Art Institute of Chicago, Centre Pompidou Paris, Musée d’Orsay Paris, Tate Britain London, Hara Museum Tokyo, Museo de Arte Contemporáneo de Santiago, Musée Picasso. Calles Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Metropolitan Museum of Art und dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York sowie dem Louisiana Museum (DNK) und der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

 

 

Ausstellungskatalog

 

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale.

 

 

Kuratorisches Team

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Lisa Hörstmann, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.

 

Die Ausstellung eröffnet zum Jubiläumswochenende 30 Jahre Hamburger Bahnhof vom 13. bis 15. November 2026. Der Hamburger Bahnhof feiert 2026 sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Am Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026 findet eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen statt, und das Haus ist für 30 Stunden durchgehend geöffnet.

Diese Ausstellung beginnt in
22
Tage
2
Std
54
Min
48
Sek
Termine
Start13.11.2026
Ende02.05.2027
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Veranstaltungsort
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der GegenwartInvalidenstraße 50–51, 10557 Berlin

Der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart beherbergt reiche Sammlungen zeitgenössischer Kunst, die in einer Vielzahl von Ausstellungen gezeigt werden. Erst im Februar 1984 ging der Hamburger Bahnhof in die Verwaltung des Senats von West-Berlin über und wurde anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt teilweise restauriert. Mit der Präsentation »Reise nach Berlin« wurde der Bahnhof 1987 erstmals nach über vierzig Jahren wieder für Ausstellungen genutzt. Ein Jahr später übergab der Senat das Gebäude der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Künftig sollte in ihm ein Museum für zeitgenössische Kunst eingerichtet werden – für Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie und der Sammlung Marx. Nach einem umfassenden Umbau und der Sanierung durch den Architekten Josef Paul Kleihues wurde der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin am 3. November 1996 eröffnet. Das Gebäude wurde im Zuge dieser letzten Baumaßnahmen durch Kleihues um einen Anbau an der Wasserseite erweitert. Die zwischen 2004 und 2021 ins Haus gelangte Dauerleihgabe der Friedrich Christian Flick Collection machte eine umfängliche Erweiterung des Museums notwendig. Hierfür wurden die hinter dem Haupthaus liegenden Speditionshallen vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi umgebaut und durch einen Übergang mit dem historischen Gebäude verbunden. Mit diesen sogenannten Rieckhallen hat sich die Ausstellungsfläche von 7.000 auf mehr als 10.000 Quadratmeter vergrößert. Heute gehört die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart zu den größten und wichtigsten öffentlichen Sammlungen für zeitgenössische Kunst weltweit.