Witten
Museum

Kulturforum Witten – Märkisches Museum

Husemannstraße 12, 58452 Witten

Das Märkische Museum Witten wurde 1886 vom Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark (VOHM) gegründet. Seit 1944 wird das Museum durch die Stadt Witten verwaltet und seit 2006 ist es als Teil des Kulturforums Witten AöR.  Am 5. Oktober 1911 wurde an der Husemannstraße der Museumsbau eröffnet, dessen Grundriss dem einer dreischiffigen Kirche nachempfunden ist. 1988 wurde das Museum um einen Anbau erweitert und seit Mitte 2016 befindet sich auch die Bibliothek Witten mit einem weiteren Anbau an dem nun gemeinsamen Standort.

 

Die Museumssammlung ist spezialisiert auf die Malerei und Grafik des Informel aus Deutschland seit den 1950er-Jahren sowie anderen Strömungen der deutschen Nachkriegskunst bis zur Gegenwart. Eine kleine exquisite Sammlung an Werken des Expressionismus, u.a. repräsentiert das Kunstgeschehen von 1910 bis in die 1930er-Jahre. In regelmäßig wechselnden Ausstellungen werden die Sammlungsbestände sowie zeitgenössische Positionen gezeigt.

Veranstaltungen und Ausstellungen

17.10.26 - 24.03.27

gehen | bleiben | halten

Schwarze Künstler:innen prägen die Kunst in Deutschland und bewegen sich trotzdem zwischen Bleiben und Gehen. Sie halten an einer Kulturlandschaft fest, die ihre Arbeit oft nicht anerkennt. Gleichzeitig suchen sie nach Wegen, auf denen lokales Schwarzes Bewusstsein wachsen und gefördert werden kann. Wie lässt sich bleiben, wenn Räume einen nicht willkommen heißen? Dieser Frage gehen die Arbeiten in gehen | bleiben | halten nach. Die Ausstellung ist vom 17. Oktober 2026 bis einschließlich 24. März 2027 in Witten zu sehen.

 

 

Black Archive Germany x Benedicta Bibuku

 

Black Archive Germany zeigt das Leben in der afrikanischen Diaspora in seiner Schönheit und Vielschichtigkeit, fernab von Klischees. Das Projekt der Künstlerin Cate Lartey sammelt fotografische Erinnerungen afrikanischer Communities in Deutschland und feiert Selbstverständnis, Widerstandskraft und Gemeinschaft. Für die Installation hat das Archiv die visuelle Künstlerin Benedicta Bibuku eingeladen. Sie wurde 1999 in der Demokratischen Republik Kongo geboren, ist in Deutschland aufgewachsen und lebt in den Niederlanden. In ihren Bildern reflektiert sie ihr Leben als kongolesische Frau in der Diaspora und entwirft alternative Lebensentwürfe für Schwarze Frauen. Ihre Motive druckt sie auf Filmnegative oder Baumwolle.

 

 

Ethel Tawe

 

Ethel Tawe wurde in Yaoundé, Kamerun, geboren. Die antidisziplinäre Künstlerin und Forscherin setzt sich mit Erinnerung in Afrika und seiner Diaspora auseinander. Image-Making, Storytelling und Zeitreisen bilden den Rahmen ihrer Arbeit. Mit Fotografie, Collage, Text und Bewegtbild blickt sie oft spekulativ auf Kultur und Technologie. Ihr Multimedia-Projekt «Image Frequency Modulation« wurde von der Magnum Foundation gefördert und 2023 beim IDFA DocLab Forum in Amsterdam vorgestellt.

 

 

Noemi Weber

 

Noemi Weber hinterfragt die vorherrschenden Erzählungen eines westlichen Malereibegriffs und der tradierten Kunstgeschichte. Sie legt offen, wie eng gestische Malerei mit Ornament und Tanz verwoben ist. Außerdem befragt sie die Gegensätze zwischen Folklore und bildender Kunst sowie zwischen individueller und kollektiver Produktion. Weber lebt und arbeitet in Düsseldorf. 2024 erhielt sie den Kunstpreis NRW – Junge Szene.

 

 

Maktaba Room

 

Maktaba Room ist eine Initiative von Cate Lartey, ghanaische Künstlerin und Kuratorin, und Donja Nasseri, Künstlerin mit ägyptischen und afghanischen Wurzeln. Der Leseraum soll das Miteinander über Communities hinweg stärken und zum Austausch und Teilen von Ressourcen einladen. Besucher:innen können hier lesen, nachdenken, schreiben und träumen, ganz im eigenen Tempo. Die Sammlung umfasst Literatur, Kunst, Design und Printed Matter, mit einem Schwerpunkt auf afrikanischen, asiatischen und diasporischen Autor:innen. Gespräche und Workshops ergänzen das Angebot.

17.10.26 - 24.03.27

Thresholds of Perception – Eine Ausstellung des Fellowships »No end to the road«

Wie nehmen wir unsere Welt wahr? Was geschieht an den Schwellen zwischen Erinnerung und Gegenwart, analog und digital, Material und Technologie?

Die dritte Ausstellung des Fellowship-Programms »No end to the road« versammelt künstlerische Arbeiten ehemaliger und aktueller Fellows aus den Bereichen Medienkunst, Installation, Video, Klang, Performance und Virtual Reality. Mit Licht, Textil, Projektion, Fotografie und digitalen Technologien entstehen vielschichtige Erfahrungsräume, die unsere Wahrnehmung herausfordern und erweitern.

Die gezeigten Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Erinnerung und spekulativen Zukunftsentwürfen sowie zwischen handwerklichen Prozessen und technologischen Entwicklungen. Sie laden dazu ein, innezuhalten, zuzuhören, zu entdecken und die Übergänge zwischen unterschiedlichen Wirklichkeiten selbst zu erkunden.

Thresholds of Perception eröffnet dabei neue Perspektiven auf unsere Welt und macht die Möglichkeiten zeitgenössischer Medienkunst im Märkischen Museum Witten erfahrbar.

 

Beteiligte Künstler:innen: Loreto Plubins, Lukas Schäfer, Yvonne Dicketmüller, Lenia Friedrich, Meret König, Lennart Miketta, Lex Rütten mit Jana Kerima Stolzer, Nicolas Berge mit Miriam Rieck, Darius Braß, Matildnz, Scherwin Hosseini

Standort
Standort
Husemannstraße 12, 58452 Witten
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch12:00–18:00
Donnerstag12:00–18:00
Freitag12:00–18:00
Samstag12:00–18:00
Sonntag12:00–18:00
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