Essen
Museum

Museum Folkwang

Museumsplatz 1, 45128 Essen

Das Museum Folkwang ist eines der renommiertesten deutschen Kunstmuseen mit einer herausragenden Sammlung der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne und der Kunst nach 1945 sowie der Fotografie. Daneben beherbergt das Museum Folkwang auch umfassende Sammlungen zur Grafik, Archäologie, Weltkunst und Kunstgewerbe sowie zum Plakat. Spitzenwerke von van Gogh, Cézanne, Gauguin treffen auf Arbeiten von Rothko, Pollock, Richter. Es ist das erste deutsche Kunstmuseum in der Größe, das allen Besuchern freien Eintritt in die eigene Sammlung gewährt. Seine Ausstellungen und Veranstaltungen machen das Museum Folkwang zu einer Stätte des lebhaften Austausches mit Kunst, Kultur und Leben.

 

Der zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Karl Ernst Osthaus geprägte Folkwang-Gedanke umfasst drei zentrale Leitlinien: den Dialog der Künste und Kulturen, das Museum als Ort des Austausches und der kulturellen Bildung sowie die Einheit von Kunst und Leben. Im Bewusstsein der eigenen Museums- und Sammlungsgeschichte schreibt das Museum Folkwang diesen Gedanken in die Gegenwart und Zukunft fort: Wir verstehen uns als ein Museum, das Emotion und Geist, Wärme und Humanismus verbindet, regional verankert und international ausgerichtet ist, das den Menschen und die Kunst in ihrer Vielfalt ins Zentrum stellt und sich für neue und nachhaltige Entwicklungen einsetzt. Ein Museum, das nicht nur die Künste untereinander eint, sondern auch die Menschen mit den Künsten.

Veranstaltungen und Ausstellungen

21.06.19 - 30.12.26

NEUE WELTEN – Dialog der Künste

29 Räume – 29 Geschichten von Aufbrüchen und Wiederentdeckungen, von Gemeinsamkeiten und Gegensätzen, von Menschen und Kunst. Die Sammlung im Museum Folkwang eröffnet in wechselnden Präsentationen epochen- und medienübergreifend neue Perspektiven auf Entwicklungen und Verflechtungen innerhalb der Kunstgeschichte.

 

Neueste Ankäufe und selten gezeigte Werke treten in spannende Dialoge mit den Meisterwerken der Sammlung. Malerei und Fotografie, Plakatkunst, Skulptur und Grafik, Archäologie und Weltkunst begegnen einander im Geiste der Folkwang-Idee. Jeder Raum trägt den Namen eines ausgewählten Werks und bietet Einblicke in die Veränderungen durch globale Entwicklungen. Zugleich stehen das Verbindende und Universelle der Künste und die Beziehung des Menschen zur Welt im Zentrum der Sammlungsräume.

 

Von den Anfängen der Museumsgeschichte mit Schlüsselwerken von Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Paul Gauguin und dem deutschen Expressionismus über die Kunst der Jahrzehnte nach 1945 bis in die Gegenwart entfaltet sich der Folkwang-Kosmos aus heutiger Sicht. Die Präsentation lädt dazu ein, die Vielfalt der Sammlung immer wieder neu zu entdecken und auf unterschiedliche Weisen zu erleben.

12.06.26 - 18.04.27

KATE NEWBY – I’m asking

Die neuseeländische Künstlerin Kate Newby (*1979) wählt für ihre ortsspezifische Installation im Museum Folkwang den Übergang zwischen dem 1960 eröffneten Museumsbau und dem Erweiterungsbau von 2010. Beide Gebäudeteile sind durch die Formensprache modernistischer Architektur geprägt und zeichnen sich durch klare Linien, rechteckige Innenhöfe und weitläufige Glasfronten aus. 

Glas und Beton, die Baustoffe der Moderne, bilden den Ausgangspunkt von Newbys Arbeit. In ihren Händen werden sie zu fragilen, formbaren Materialien, in denen sie buchstäblich ihre Spuren hinterlässt. Auf zwei Glasscheiben zum Innenhof hat sie vertikale, handgezogene Linien und zahlreiche Fingerabdrücke in das Glas eingeschmolzen. Die dreidimensionalen Strukturen der Glasarbeit Good Sound reagieren auf Licht und Bewegung und verändern im Tagesverlauf ihr Erscheinungsbild je nach Lichteinfall und Blickwinkel. 

Die Linien der Glasarbeit setzen sich in der Betonarbeit I'm asking auf dem Rasen des Außenraums fort. Als helle, strukturierte Betonlinien ziehen sie sich durch den Innenhof und verschwinden hinter zwei kleinen Hügeln. Sichtbare Spuren der Bearbeitung verweisen auch hier auf den Herstellungsprozess. Ergänzt werden die beiden Arbeiten durch Glasfragmente aus der Umgebung des Museums, die Newby in den Beton integriert hat. Sie stellen eine weitere Verbindung zwischen Innen- und Außenraum des Museums her.

Newbys Werke unterlaufen die klare Ästhetik des Gebäudes. Sie wirken roh, beiläufig und unscheinbar und fügen sich so selbstverständlich in ihre Umgebung ein, dass sie nicht unmittelbar als Kunstwerke erkennbar sind. Gerade dadurch schärfen sie den Blick für das Übersehene und eröffnen poetische Reflexionen über Orte, Materialien und alltägliche Wahrnehmung. 

17.07.26 - 08.11.26

ICH, GUSTAVE COURBET – Maler und Rebell

Gustave Courbets radikale Bildsprache, sein gesellschaftspolitischer Anspruch und sein Einfluss auf die Kunst der Moderne haben bis heute nicht an Wirkung verloren. Er wandte sich gegen die idealisierte Ästhetik des Klassizismus und der Romantik und machte stattdessen das Leben einfacher Menschen und die Wirklichkeit zum Gegenstand seiner Malerei. Mit seiner kompromisslosen Haltung und seiner innovativen Maltechnik gilt Courbet als Wegbereiter der Moderne – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik. 

Die große Retrospektive widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts, einem künstlerischen Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit – getrieben vom Streben nach Unabhängigkeit. In seiner Kunst spiegelt sich sein politisches Engagement wider, vor allem in Auseinandersetzungen mit den historischen Ereignissen und Umbrüchen in Frankreich, was 1873 dazu führte, dass er als politisch Verfolgter Paris verlassen und in die Schweiz flüchten musste. Die Ausstellung beleuchtet zentrale Lebensstationen und Werkgruppen des Künstlers: Selbstbild und Öffentlichkeit, soziale Realität, erotische Darstellung, Landschaft und Exil. 

 

Hauptsponsor: E.ON

 

In Kooperation mit dem Leopold Museum 

 

Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron, Präsident der Französischen Republik, sowie unter dem Ehrenschutz von Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich

Standort
Standort
Museumsplatz 1, 45128 Essen
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–20:00
Freitag10:00–20:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
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